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Behandlung der Feuchten Makuladegeneration

Symptome der Makuladegeneration

Bei der Makuladegeneration treten Wahrnehmungsstörungen auf. Diese äußern sich folgendermaßen:

  • gerade Linien verlaufen wellig
  • Sie haben zunehmend Schwierigkeiten beim lesen
  • die zentrale Sehschärfe nimmt ab
Für Ihren Kühlschrank: der Amsler-Gitter-Test
Patienten über 60 sollten regelmäßig eine Selbstkontrolle zur Altersbedingten Makuladegeneration mittels Amsler-Gitter-Test durchführen.
Hier können Sie mehr Informationen zur Altersbedingten Makuladegeneration erhalten.

Eine ausführliche Broschüre zu dem Thema erhalten Sie von dem Berufsverband der Augenärzte. Diese enthält das Amslergitter zur Selbstkontrolle.
Eine neue Möglichkeit zur Behandlung der FEUCHTEN Makuladegeneration ist die Injektion von sogenannten VEGF-Hemmern, welche das Wachstum der unerwünschten Gefäße in der Netzhaut verlangsamen. Hiermit soll das Fortschreiten der Erkrankung eingedämmt werden. Dieses Medikament muss unter absolut sterilen Bedingungen in den Glaskörper des Auges gespritzt werden. Diese Behandlung muss drei bis vier Mal wiederholt werden und der Verlauf der Erkrankung sollte akribisch mittels OCT und FLA überwacht werden. Durch diese Therapie kann der Sehverlust in vielen Fällen gemindert oder verhindert werden.

Risiken

Die Risiken bei einer Injektion in das Auge bestehen vor allem in einer Entzündung im Augeninneren (Endophthalmitis). Dieses Risiko liegt für eine Injektion bei ungefähr 1:1.000. Dabei sollte man auf sterile Bedingungen achten. Diese Bedingungen werden an unserer Augen-Tagesklinik Groß Pankow erfüllt. Weitere häufige, aber vorübergehende Risiken sind Augenschmerzen, Glaskörperblutung mit Sehverschlechterung und Augendruckanstieg. Eine Verletzung der Linse oder der Netzhaut sind extrem selten.

Gibt es Patienten, die auf die neuen Medikamente nicht ansprechen?

Bei 25-30%, also 1/4 der Patienten, lässt sich die Sehverschlechterung auch durch die neuen Medikamente nicht aufhalten. Dann muss über weitere therapeutische Maßnahmen gesprochen werden.

Helfen diese neuen Medikamente auch bei der trockenen Form der Makuladegeneration?

Nein, denn die Medikamente unterdrücken lediglich die Bildung neuer Blutgefäße. Bei der trockenen Makuladegeneration spielen neue Blutgefäße keine Rolle.

Wie läuft die Injektion ab?

Das Medikament wird durch eine kleine Spritze in das zuvor durch Tropfen/Gel betäubte Auge injiziert. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten. Für die komplette Behandlung, die ambulant erfolgt, planen Sie bitte 2-3 Stunden ein. Sie sollten dazu eine Begleitperson mitbringen und nicht selbst Autofahren.
Die Behandlung muss unter absolut sterilen Bedingungen in einem Operationssaal durchgeführt werden.

Verträglichkeit und Verhalten nach der Behandlung

Die Behandlung wird in der Regel gut vertragen. In manchen Fällen können kleine Luftbläschen in den Glaskörperraum gelangen. Diese sehen Sie dann später als kleine Kügelchen im unteren Gesichtsfeld. Innerhalb einiger Tage werden diese verschwinden. Weiterhin kann es zu einer Unterblutung der Bindehaut kommen, die harmlos ist und sich auch ohne Behandlung zurück-bildet. Durch die vorbereitende Säuberung der Augen kann für ein bis zwei Tage nach der Injektion ein Reiben oder Kratzen auftreten. In diesem Fall hilft eine pflegende Behandlung („künstliche Tränen“ als Augentropfen über einige Tage).

Das Auge sollte nach der Injektion nicht stark gerieben oder berührt werden. Bitte tragen Sie zunächst keine Kontaktlinsen. Falls das Auge rot wird, Sie Schmerzen bekommen oder schlechter sehen, sollten Sie dringend einen Augenarzt aufsuchen.