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Verfahren mittels Excimer LASER

LASIK (Laser in-situ Keratomileusis) & Aberrometrie-gesteuerte LASIK

Wer ist geeignet?

Personen über 18 Jahren mit stabilen Brillenwerten zwischen sphärisch + 3 und - 10 Dioptrien sowie Astigmatismus bis 3 dpt, einer ausreichend dicken Hornhaut und wenig Hornhautverkrümmung sowie nicht übermäßig großen Pupillen. Diese Angaben finden Sie auf Ihrem Brillenpass.

Das Verfahren

Mit einem mikrochirurgischen Hobel wird ein dünnes Scheibchen der Hornhaut teilweise abgehobelt und wie ein Buchdeckel zur Seite geklappt. Das Hornhautgewebe wird mit einem Laserstrahl so abgetragen, dass der Patient danach keine Brille für die Ferne und Nähe ( Nähe, wenn noch keine Altersfehlsichtigkeit vorliegt) benötigt. Danach wird das Scheibchen wieder zurückgeklappt, wo es sich von selbst ansaugt, so dass keine Naht notwendig ist. Das Verfahren dauert nur einige Minuten und kann ambulant durchgeführt werden. Nach drei bis sechs Monaten stellt sich das refraktive Endergebnis ein.

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Vorteile der LASIK /
Aberrometrie-gesteuerten LASIK
Nachteile der LASIK-Methode
Gute Vorhersagbarkeit Nicht reversibel
Bei der Aberrometrie ist die Vorhersagbarkeit besonders hoch Gegenüber der PRK eine etwas höhere Komplikationsrate bei Korrekturen bis zu -6 dpt
Schnelle Heilung und in der Regel keine Schmerzen  
Nachkorrekturen sind im ersten Jahr nach der Operation möglich  
Langzeiterfahrungen: LASIK wird seit Anfang der 90 Jahre eingesetzt. In der USA ist die LASIK die am häufigsten durchgeführte Operation  

Im Jahre 1999 wurde die LASIK von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und dem Berufsverband der Augenärzte (BVA) als wissenschaftliches Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten anerkannt (Kurzsichtigkeit bis ca. - 10 dpt. und Hornhautverkrümmung bis ca. - 3 dpt).

"Als wissenschaftlich anerkannt wird ein Verfahren bezeichnet, wenn Langzeitergebnisse vorliegen, die Spätkomplikationen unwahrscheinlich erscheinen lassen, wenn alle Vor- und Nachteile weitgehend bekannt sind und der Anwendungsbereich klar umschrieben werden kann."

PRK (Photorefraktive Keratomie) & LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis)

Die Methode wird bei Patienten bevorzugt, bei denen die Hornhaut so dünn ist, dass die LASIK-Methode nicht angewendet werden kann und gleichzeitig die angestrebte Korrektur der Fehlsichtigkeit gering ist. Bei diesem Verfahren findet die Korrektur mittels Excimerlaser auf der Hornhautoberfläche statt.
 
Vorteile der LASEK PRK / LASEK Nachteile der PRK / LASEK
gute Vorhersagbarkeit Schmerzen und Heilung über einen längeren Zeitrum können auftreten
Langzeiterfahrungen liegen vor Langsamer Heilprozess
Nachkorrektur ist möglich Nachkorrektur ist selten aber aufwändig
  In seltenen Fällen kann eine Vernarbung der Hornhaut vorkommen
 
Verfahren mittels implantierbarer Linsen

Intraokulare Linsen (ICL, Nuvita, Artisan)

Diese Methode wird bevorzugt in Fällen, in denen eine LASIK kontraindiziert ist, z.B. bei stark kurzsichtigen Patienten oder bei Patienten, die eine umkehrbare Operation bevorzugen. Bei dieser Methode wird eine Kunststofflinse in die Hinterkammer des Auges, also zwischen körpereigener Linse und der Iris implantiert. Die Akkomodation (Fähigkeit des Auges, sich auf Nah- und Fernsicht einzustellen) der eigenen Linse bleibt erhalten. Das Verfahren ist für junge Patienten geeignet, da diese Fähigkeit der körpereigenen Linse im Alter (ab ca. 45 Jahren bei normalsichtigen Personen) abnimmt.
 
Vorteile der Phaken-Linsenimplantation Nachteile der Phaken-Linsenimplanation
gute Vorhersagbarkeit Augeninnendruckanstieg (Glaukom, sekundär) ist in seltenen Fällen möglich
reversibel Eine Linseneintrübung (Katarakt) ist möglich
die Hornhaut bleibt unbehandelt  
mit torischen Linsen können Hornhautverkrümmungen korrigiert werden  
 
CLE (Clear Lens Exchange)

Verfahren für ältere Patienten, weitsichtige Patienten und Patienten, die eine altersbedingte Linsentrübung haben und kurzsichtig sind. Hier wird die körpereigene Linse gegen eine Kunstlinse ausgetauscht. Da bei älteren Patienten die Akkommodationsfähigkeit (Fähigkeit der Linse, sich automatisch auf verschiedene Entfernungen einzustellen) eingeschränkt ist, kann der Patient sich bei diesem Verfahren für eine implantierbare Multifokallinse entscheiden, welche bewirkt, dass nach der Operation keine Lesebrille notwendig sein wird. Sollte der Patient sich für eine monofokale Linse entscheiden, wird es notwendig sein, nach der Operation eine Lesebrille zu verwenden.

Alternative Verfahren für stark Kurzsichtige und Patienten, welche eine reversible Operation bevorzugen.

Für stark kurzsichtige Menschen (mehr als - 10 Dioptrien) oder diejenigen mit einer sehr dünnen Hornhaut kommt eine Laserkorrektur nicht in Frage, da zu viel Gewebe von der Hornhaut abgetragen werden müsste.

Bioptik - Verfahren für stark kurzsichtige, junge Patienten

Bei diesem Verfahren wird mittels eines Hobels (Microkeratom) ein sehr dünner Deckel von der Hornhaut geschnitten. Dieser wird zur Seite geklappt und danach wird durch einen Tunnelschnitt eine Kunstlinse implantiert. Sechs Wochen später wird die Feinkorrektur (Beseitigung des Astigmatismus) mittels LASIK durchgeführt.

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